Paradies der Très Riches Heures des Duc de Berry
Paradies der Très Riches Heures des Duc de Berry

Zu Sache und Person

 

Mein Interesse an jenen komplexen Vorgängen und Zusammenhängen, die hier summarisch als Kapitalismus bezeichnet werden, begann mit einer gewissen Verwunderung über das Tempo und Ausmaß der Veränderungen in meiner Kindheit und Jugend in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts und einem eher ungewissen Befremden über die sich dabei verändernden Lebensverhältnisse. Das wurde dann geschürt durch die mit rasantem Tempo sich entwickelnde Kommerzialisierung von immer mehr eigentlich privaten Bereichen, die zum Beispiel als Ausweitung einer Unterhaltungsindustrie und als sogenannte sexuelle Revolution wahrnehmbar wurde. Im Kontakt mit „linken“ rebellischen Bewegungen und den Texten von Marx und von ihm beeinflusster Leute, ergänzt durch zunächst noch schwerer verständliche Bücher von Nietzsche und Freud vor allem, wurde daraus ein historisches Interesse, welches sich in der späten Schulzeit zunächst auf die große französische Revolution konzentrierte und dann auf das ganze 18. und 19. Jahrhundert ausschwärmte.

 

Gestützt auf die Marxsche Kapitalanalyse und zugleich zunehmend abgestoßen von seinem Geschichts- bzw. Menschenbild fand eine immer wieder neu ansetzende Suche nach Verständnis jenseits positiv-deskriptiver Geschichtswissenschaft statt. Es dauerte lange, bis die von Nietzsche aufgenommenen Erkenntnisse der neuartigen Biologie und seine davon nicht zu trennende Forderung nach Überwindung eines philosophierenden Menschenbildes durch das, was er unter Psychologie verstand, sich mit der Freudschen Psychoanalyse dadurch verbinden konnten, dass es gelang, deren medizinische Aspekte einigermaßen produktiv über Bord zu werfen. Die Verbindung des Kapitalbegriffs mit einem nicht mehr ideologisch und sich selbst rechtfertigenden Menschenbild führte mich im Laufe des Lebens immer mehr zu der Frage nach den Ursprüngen von Kapital als quasi naturgesetzlich herrschender zweiter, menschengemachter Natur, dem, was hier in Ermangelung eines besseren Wortes Kapitalismus heißen soll.

 

An die Stelle eines implizit vorgegebenen Menschenbildes, eines Menschen als (religiös bzw. politisch) korrektem Text, trat die Suche nach einem jenseits davon erfahrbaren. Das verlangt das Studium der menschlichen (Tier)Natur, der Besonderheiten oder Absonderlichkeiten des Säugetieres Mensch und dann jener Vorgänge, die hier als Kultur und Zivilisation bezeichnet werden. Zu den Mühen des Nachdenkens gehörte, die beiden letzteren als auf den ersten aufbauende und diese am Ende mühsam überdeckende Phänomene zu verstehen. Dabei war es alleine schon ein sprachliches Problem, sich wenigstens gedanklich der Verdinglichung von Vorgängen zu entziehen, um dabei auch kausale und finale Strukturen als Notlösungen des Denkens möglichst durch Interdependenzen zu ersetzen. Selbständiges Denken bleibt dabei zum größten Teil auf die Vorgaben einer die Verhältnisse seit langem interessegeleitet verschleiernden Sprache angewiesen.

 

Zudem: Aus der viel grundlegenderen Not heraus, dass wir Menschen immer in den Grenzen unseres Denkvermögens gefangen bleiben, schematisiert Sprache, in der unser Denken stattfindet. Wenn zum Beispiel von Antike, Mittelalter oder Neuzeit gesprochen wird, dann droht uns das den Sinn für das Kontinuum in Raum und Zeit zu nehmen, welches aus germanischer Sprache heraus in den Begriff von Wirklichkeit geronnen war und welche in tausend Jahren Kapitalismus in die eher lateinisch gedachte Realität erstarrte. Wenn von Körper und Geist bzw. Seele geredet wird, oder von entsprechenden Schemata in anderen Sprach- und Denkstrukturen, dann wird gedanklich getrennt, was in einer Wirklichkeit untrennbar, ja, in dieser Trennung gar nicht vorhanden ist.

 

Nachdem Marx den Kapitalbegriff geliefert hatte und Nietzsche und Freud Voraussetzungen für ein ganzheitliches Menschenbild, wurde die Suche nach den Anfängen des Kapitalismus am Ende zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert fündig. Damit steht er aber in der doppelten Kontinuität, die einmal von der graeco-romanischen Mittelmeerzivilisation über spätes germanisches Kriegertum zu den Reichen des Mittelalters führt und zum anderen jener, die vom Judentum über ein graezisiertes und dann romanisiertes Christentum zu einem mittelalterlichen überleitet. Beide Entwicklungen sind interdependent, denn das, was im 19. Jahrhundert als Sein und Bewusstsein benannt wurde, sind keine voneinander zu trennende Größen, auch wenn die Untersuchung nicht über wenigstens vorübergehende Trennungen hinauskommt.

 

Damit wurde es nötig, bei Adam und Eva anzufangen, also einmal bei jenen altjüdischen Texten, die in christlicher Interpretation prägend wurden seit der abendländischen Spätantike, zum anderen aber auch daneben Einblicke zu gewinnen in frühe Kulturen, um einen sinnvollen Kulturbegriff gegenüber dem heute aktuellen zu gewinnen, der nur noch einen kommerzialisierten Freizeitbetrieb meint und rückgeführt ins Mittelalter mit nachmittelalterlichen bildungsbürgerlichen Vorstellungen operiert, die zum Verständnis der Ursprünge von Kapitalismus untauglich sind.

 

Aber nicht nur der völlig unklare Kulturbegriff, sondern auch ein genauso unklarer Naturbegriff behindert das Verständnis von Vorgängen ferner Vergangenheit: Historisch aus der Bezeichnung für alles Lebendige hervorgegangen, bezeichnete er immer wieder auch einmal die Totalität einer "materiellen" Welt im Unterschied zu einer gedachten immateriellen oder aber gar das „Eigentliche“ der Dinge als ihre "Natur" und dann auch eine Welt unhinterfragter Selbstverständlichkeiten, also von dem, was zu verstehen man sich gerne weigert.

 

Nachdem das Volk der Deutschen einmal 1933 und dann noch einmal 1945 untergegangen war und inzwischen seine Existenz offiziell in deutscher Sprache geleugnet wird, versucht die politisch korrekte Einheits-Propaganda in ihrem newspeak die deutsche Geschichte auf das sogenannte Dritte Reich zu reduzieren und den Restdeutschen ihre historischen Wurzeln weithin zu nehmen. Dabei wird unentwegt danach getrachtet, sich im Gegensatz zum Nationalsozialismus zu positionieren, was dazu führt, dass man sich spiegelbildlich und spiegelverkehrt genau in dessen Bahnen bewegt. Aus unsinnigerweise so genanntem Antisemitismus wird nun genauso unsinniger Philosemitismus, aus dem, was die Nationalsozialisten unsinnigerweise als „völkisch“ bezeichneten, wird nun eine genauso starre Abneigung gegen jeden Volksbegriff. Das ließe sich über die ganze Palette hier wichtiger Begrifflichkeit hinweg darstellen.

 

Der ("demokratische") Staat als politische Agentur des globalisierten Kapitals hat längst ein erkennbares Interesse an Verunklarung durch kommerziell vermittelte Sprache, und das im übrigen nicht nur in der BRD, aber hier wohl mit am verheerendsten. Das macht die Klärung von Fragen nach den Ursprüngen von Kapitalismus bereits sprachlich schwierig, und nicht nur durch das neue Pidgin-Deutsch, welches auch dadurch entsteht, dass es immer mehr von Leuten ganz ohne deutsche Wurzeln mitgeprägt wird. Aber die Verunklarung begann bereits in zwei großen Wellen, die weit zurückliegen: In rund tausend Jahren Christianisierung entwickelte sich das Deutsche bereits mit vom Christentum eingeführten Nebelbegriffen wie Seele oder Geist oder Himmelreich, - und die Umwertung aller Werte durch den Kapitalismus trug bereits vor langem zur allgemeinen Vernebelung des Bewusstseins bei. Da gegenzusteuern führt für den Leser unreflektierten Sprachgebrauchs zu erheblichen Schwierigkeiten. Aber anders bleibt man bei der staatlich alimentierten und darum immer nur politisch korrekten Geschichtsschreibung, und die kann dabei durchaus manches besser als ich, der ich nicht über ihre Mittel verfüge.

 

Zum Schluss dieser Gedankengänge sei noch darauf verwiesen, dass Wissenschaftlichkeit mit dem Entfernen aller Glaubensinhalte aus dem eigenen Kopf beginnt, ein sehr anspruchsvolles Unternehmen, welches aber für die Betrachtung des Menschen genauso wie für die Naturhistorie gilt. Das beinhaltet zum Beispiel alle religiösen Inhalte, aber auch philosophierende oder politisierende Konstrukte. Damit ist dann folgerichtig ein sehr vorsichtiger Umgang mit alltäglicher Sprache nötig, in der üblicherweise Geglaubtes und Gewusstes nicht klar getrennt wird. Anders gesagt, Wissenschaft muss sich von allen Selbstverständlichkeiten lösen, mit denen wir den Alltag eher unreflektiert bewältigen. Was bei Naturwissenschaften der Beweis durch das Experiment ist, muss beim Menschen und seiner Historie der sinnlich wahrnehmbare Beleg sein.

 

Mehrere Einschränkungen mache ich für meinen Text: Einmal die, nicht ständig Belege zu zitieren, aber mich selbst ihrer soweit möglich zu vergewissern, was heute viel leichter ist als früher. Zudem verlasse ich mich auch gelegentlich gerne auf Leute, deren Wissenschaftlichkeit mich einigermaßen überzeugt hat und gebe das dann an. Im Literaturverzeichnis tauchen auch andere dort auf, wo sie mir einen ersten Einstieg in Zusammenhänge ermöglichen, den ich mit Vorsicht genieße, und der dann zu revidieren ist.

Die zweite Einschränkung betrifft das Reich der Spekulation: Bis ins hohe europäische Mittelalter gibt es nur wenige Belege, sogenannte Quellen. Verallgemeinernde Bilder von Wirklichkeit aus solchen Zeiten beruhen immer auf problematischen Schlussfolgerungen. Diese müssen eine belegbare Basis haben und den Gesetzen der Logik genügen. Dennoch sollten sie immer unter dem Vorbehalt bleiben, dass sie unter günstigeren Bedingungen einer besonders dringlichen Revision offen zu stehen hätten.

 

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Eine Einleitung schreibt man sinnvollerweise, wenn man fertig ist und alles überblickt, was man zustande bekommen hat. Da diese Texte hier aber steter Bearbeitung unterliegen, lässt sich nicht so vorgehen. Also wird die Einleitung zu dieser Webseite sich weiter mit dem verändern und wachsen, was im Hauptteil sich verändert und wächst. Das aber ist ein Versuch, Wurzeln dessen auszugraben, was seit dem 19. Jahrhundert Kapitalismus heißt, und nach seinen Anfängen zu suchen. Da die Keimblättchen bis zu einer ersten Blüte dieses merkwürdigen Gebildes mit seiner etwas unglücklichen Bezeichnung für mich nach bisherigem Suchen im lateinischen Mittelalter zu finden sind, steht diese Zeit und Gegend der Welt im Mittelpunkt meiner Untersuchungen.

 

Das Unglück beginnt allerdings schon beim Wort „Kapitalismus“, welches in Analogie zum "Feudalismus", Liberalismus und Sozialismus gebildet wurde und darum sofort in der Gefahr politischer Ideologie und überhaupt von Politgerede steht. Es geht mir dabei um jene im Herzen des Abendlandes erfundene und entwickelte scheinbar zweite Natur, deren ungeheuerliche Eigendynamik den Erdball überzogen hat und mit der Zerstörung von Kultur die aller Kulturen auf Erden und zugleich die der Reste noch nicht vernutzter Natur betreibt.

Nach den klugen Untersuchungen des Karl Marx, die leider mit einer idealistischen Geschichtsphilosophie gekoppelt waren, ist es an der Zeit, die Maskierung der Geschichte durch die Philosophie zu durchbrechen und die Wurzeln des Kapitalismus nicht mehr nur in den "politökonomisch" fassbaren Vorgängen zu suchen, sondern vor allem in den ganzen Menschen selbst.

Dies geht aber nicht anders als über die Betrachtung des Menschen als durch Zivilisation überformtes Kulturwesen, also auch über das Instrumentarium einer nicht theoretisierenden und schon gar nicht dogmatisierenden Psychoanalyse. Während Marx den verdinglichenden Schein von Kapital und Ware aufbrach, gilt es auch das aus Verdinglichung resultierende Menschenbild aufzubrechen, welches Menschen den Anschein gibt, als Agenten ihrer eigenen Vernunft solche einer Geschichte linearer Vernünftigkeit zu sein, was doch eigentlich spätestens das zwanzigste Jahrhundert als grausame Absurdität hätte erfahren können.

 

Auf der Suche nach den Wurzeln oder Keimzellen des Kapitalismus als sich verselbständigender zweiter, menschengemachter Natur ist der Königsweg sicher der tief ins Innere der damaligen Menschen. Dafür steht uns heute aber nur noch geringes Material über Wenige zur Verfügung – und nur mit dem Wenigen, was sie uns eröffnen. Einer Analyse ihres Innenlebens hätten sie sich wohl ohnehin widersetzt, war das, was sie ausdrückten, doch wohl in der Regel auch nur das, was sie selbst von sich wissen wollten.

 

Da die Suche etwas herausfinden möchte, aber nicht genau weiß, was es sein wird, ist jeder Pfad, der beim Spazieren in der Vergangenheit sich auftut oder angelegt wird, solange recht, bis er nicht mehr verspricht, dass sich neue Fundgruben auftun. In diesem Bilde sind alle Pfade nur Annäherungen, wie sich herausstellt, und es eröffnet sich die Möglichkeit, dass es nicht ein Ziel gibt, sondern viele, die aber etwas miteinander zu tun haben, so wie sich schon die Wege gelegentlich einander annähern, überkreuzen, um sich dann wieder so voneinander zu entfernen, als ob sie verschiedenen Welten angehörten.

Das Bild von den Wurzeln oder Keimen enthält selbst eine Linearität, der meine Untersuchung auch gelegentlich verfällt, und die dann wieder abzuschütteln ist. Solche Bilder enthalten alle eine Folgerichtigkeit, die das Verständnis schnell mit der Rechtfertigung gleichsetzt. Die Linien, die plausible Welten schaffen sollen, sind in der vom lateinischen Abendland kreierten Neuzeit bekanntlich die, welche aus Kausalität und Finalität gezeichnet werden: warum und wozu...

Was im Kleinen sinnlich vermittelt und wahrnehmbar ist, Ursache und Wirkung, Absicht und Mittel, ist im Großen, der sogenannten „Gesellschaft“ im neuzeitlichen Sinne, schnell jene innere Schau, die theoria, die gottgleich den Dingen eine Ordnung geben will, die uns über uns selbst, über "Welt" beruhigen soll. Beweggründe und Absichten, Anstöße, Ziele und Zwecke lassen sich aber nur beim Einzelnen beobachten, jede Verallgemeinerung von ihm ist in Gefahr, ihn verächtlich zu machen und einen Sinngebungsprozess in Gang zu setzen, der nichts als ein platter Rechtfertigungsprozess ist. Dem werde ich vermutlich leider immer wieder mal verfallen, es ist bislang ein rechtes Historikerübel...

 

Um noch etwas mehr zu verdeutlichen, worum es mir geht: Unser Kapitalismus entstand nicht im konfuzianischen chinesischen Kaiserreich, welches bis in die frühe Neuzeit des Okzidents diesem in manchem technisch und in seiner Staatlichkeit „überlegen“ war, wenn man Überlegenheit von einem Weg in die Gegenwart aus definiert. Das Abendland wird von Chinesen Seide und Porzellan übernehmen; Papier und der Druck mit beweglichen Lettern sind viele Jahrhunderte vorher in Gebrauch, ebenso das Schießpulver mit seiner Sprengkraft, der Magnetkompass und das Papiergeld. Voraus sind die Chinesen wohl auch in Techniken der Produktion von Gütern aus Eisen und Stahl – aber es zeichnet sich kein Weg in den Kapitalismus ab.

Erfindungsgeist und technisches Vermögen erlahmen dann in der Konfrontation mit dem Abendland, und erst die Konfrontation mit Japan und dem „Westen“ führt nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei Phasen (Mao-Tse-Tung und dann insbesondere Deng-Hsiao-Ping) zur Einführung eines späten, „sozialistischen“ Kapitalismus unter direkter staatlicher Aufsicht und unter dem Deckmantel eines sogenannten „Kommunismus“ der besonders mörderischen Art.

 

Kapitalismus entstand auch nicht in jenen islamischen Machtgebilden, welche nach Norden ausgreifend den südlichen Teil des Mittelmeerraumes als Nachfolger des römischen Imperiums beherrschten und umgestalteten. Zwar gab es dort viel größere Städte als im lateinischen Raum, man war zeitweise in Architektur, Technik und den ebenfalls aus der Antike übernommenen Wissenschaften überlegen, aber die eher diskursunfähige Religion und die despotischen Herrschaftsgebilde gaben der Verselbständigung von Kapitalverwertungsprozessen nicht genügend Raum, bis Kolonialismus das von außen erzwang.

 

Der Weg in den Kapitalismus lässt sich sichtbar machen zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert, und er selbst hatte eine erste Blütezeit im 12. und 13. Jahrhundert. Dabei lassen sich Orte und Regionen lokalisieren, die alle im lateinischen Abendland liegen. Damit lassen sich Rahmenbedingungen erkennen: Eine ganz spezifische Art von „Christentum“, eine besondere Art von Stadt mit einem neuartigen Bürgertum, eine sich in ersten Ansätzen entwickelnde Staatlichkeit, die zunächst zu schwach ist, um das Neue in seinen Anfängen zum Stillstand zu bringen, aber dabei doch stark genug, um jene äußere Sicherheit zu gewährleisten, ohne die Kapitalismus nicht möglich wurde.

 

Die Existenz von Kapitalismus wurde und wird gerne geleugnet oder geschönt und verbrämt. Bei hohem Niveau von Warenkonsum wird er gerne als quasi natürliche Lebensform angesehen. Daneben gab und gibt es seit rund 150 Jahren eine Art Weltanschauung und Geschichts- und Menschbild, welches mehr oder weniger vage von Texten wie denen von Karl Marx beeinflusst wurde. Gemäß ihnen gilt es, den Kapitalismus zu überwinden, um so die Menschheit aus der Geschichte, also von sich selbst zu erlösen.

Dazwischen fischt die Politik in ihren trüben Gewässern. Dabei war Kapitalismus ein Erfolgsprogramm. Mit ihm wuchs die Menschheit auf inzwischen etwa neun Milliarden, die Welt wurde zu einem technischen Projekt und die Erde in ein Muster menschlicher Gestaltungskraft verwandelt. Die Schattenseiten sind die Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen, die Verwandlung menschlicher Persönlichkeitsstrukturen in ihre Objektivierung für Kapitalverwertung, und ein militärisches Zerstörungspotential, welches fast alles Leben auf unserem Planeten im Nu vernichten kann.

 

Der sich selbst vergöttlichende Mensch hat versagt. Das allerdings scheint irreversibel zu sein. Die Ambivalenzen im Kapitalismus vereinen sich längst mit denen in den Menschen. Geschichtliche Betrachtung kann ohnehin keine Zukunft bereiten,  Aber sie kann Verständnis schaffen dafür, wie das wurde, was ist. Das scheint mir ein guter Weg, uns selbst zu verstehen.

Auf diese Weise hoffe ich ein Bild zu gewinnen, in dem sich diese Welt aus Natur, Kultur und Zivilisation als Menschenwelt meiner Frage öffnet, wie es ausgerechnet zu dieser Zeit und in dieser Weltgegend zur Ausbildung des Kapitalismus kommen konnte. Aber bis dahin ist noch eine lange Wegstrecke zurückzulegen.

 

Ziel ist es, dass sich aus den vielen Details, in großen Kapiteln zusammengefasst, nach und nach ein stringenter durchgehender Text ergibt. Auf dem Weg werden mehr und mehr dieser Einzelheiten dann in Kapitel in den Anhang abgeschoben werden. 

 

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sinnfuersinnlichkeit hieß vor langer Zeit eine Seite, die sich zunächst mit einer Bedeutungsanalyse von Wörtern in Jane Austens 'Sense and Sensibility' beschäftigte, und die sich dann zu arg gewagten Untersuchungen über das 16. bis frühe 19. Jahrhundert unter dem Titel 'Die Tugend, der Teufel und die heilige Schrift' ausweitete. Ich habe den Netznamen nicht nur aus praktischen Gründen beibehalten, sondern wegen seiner akzeptablen Doppelbedeutung: Man kann einen Sinn haben für Sinnlichkeit, also für Offenheit und Kultivierung der Sinne, und andererseits die vernunftgemäße Verstandestätigkeit der Herstellung von Sinnhaftigkeit an die Stelle von Sinnlichkeit setzen. Zwischen beiden Polen und in den vielen Punkten dazwischen lässt sich europäisches Mittelalter ganz gut verstehen. Abgesehen davon ist die Beibehaltung des Netz-Namens auch ganz bequem.

 

Inzwischen habe ich festgestellt, das mir beim mehrmaligen Wechseln von einem Rechner zu einem anderen Text verlorengegangen ist, und ich habe deshalb Teile von Tugend, Teufel und heiliger Schrift hier hintendran gehängt, um es in Sicherheit zu bringen. Nach und nach werde ich dasselbe mit 'Revolution als Lebensform' machen, was ich ebenfalls vor Jahrzehnten geschrieben hatte. Vielleicht schaffe ich es auch noch einmal, es zu überarbeiten.

 

ulli wohlenberg

 

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